Cruisin for Bruisin

Crusin for Bruisin (Betteln um Schläge), 2018, 150 x 200 cm, Oil on Canvas
Steve Lewis



For a Moment (Malerei)



Vernissage: 29.11.2018, 19 Uhr



Exhibition: 30.11. - 19. 01. 2019
Steve Lewis – For a Moment

Steve Lewis ist in den USA in New Jersey geboren und aufgewachsen, studierte Malerei in New Jersey u.a, bei Joan Semmel. Edward Hopper und Andrew Wyeth waren weitere Künstler, die ihn begeisterten. Wie den meisten Amerikanern wurde ihm erst im Ausland - während seines einjährigen Auslandsstudiums in England -bewusst, dass es tatsächlich möglich ist, auch an einem anderen Ort, außerhalb der USA glücklich zu sein. Im Studium in England lernte er seine spätere Ehefrau aus Leipzig kennen. So kehrte er zwar zurück in die USA, um fertig zu studieren, zog anschließend jedoch zu seiner Frau nach Deutschland und arbeitete zunächst
freischaffend. Seit 2002 arbeitet er als Künstler in Leipzig und als Kunstlehrer an der Leipzig International School.
Seine Zwei-Welten Erfahrung spiegelt sich in seiner Malerei wider. In früheren Arbeiten war die Adaption von Edward Hopper-Zitaten motivisch in typisch amerikanischen Straßen- und Bar-Szenen noch viel deutlicher sichtbar, aber die weiche Konturlinie, die beiden gemein ist, ist nach wie vor geblieben. Auch der Film-Still-Charakter, der Zoom, die starke Lebendigkeit und die Bewegung, die von den Bildern ausgeht, strahlt etwas typisch Amerikanisches aus. Im Bildaufbau gehen
Europäer traditionell eher von der Bildmitte aus,wohingegen die Amerikaner vom Bildrand her denken, entsprechend spielen die Cuts - die Ausschnitte - auch bei Steve Lewis eine große Rolle für die gesamte Bildwirkung. So spielt der Ausstellungstitel „For a Moment“ auf den Filmcharakter der Bilder an und gibt einen
Hinweis auf die Geschichten im Bild, die sich jenseits der Momentaufnahme abspielen.
Der Austausch mit der Leipziger Kunstszene dürfte die Bildsprache Lewis indes kaum verfälschen, denn die Leipziger Malereitradition hat viele Gemeinsamkeiten mit den amerikanischen Regionalisten der 20er Jahre, wie Thomas Heart Benton und Künstler wie Edward Hopper 1. Der Wert der Werke von Benton wurde mit dem Erfolg der Neuen Leipziger Schule Anfang der 2000er sogar neu bewertet und auch in der Umkehrung findet sich in Neo Rauch ein Künstler, der sehr filmisch mit seinen
Bildinszenierungen umgeht und wie ein Amerikaner vom Bildrand her denkt. Die Ausstellung „For a Moment“ ist zweigeteilt in sommerliche Badeszenen und Bilder, die im Spätherbst auf dem Lilienstein in der Sächsischen Schweiz entstanden sind. Letztere atmen die Aura Caspar David Friedrichs und der Romantischen Erhabenheit. Doch auch wenn Caspar David Friedrich der bekannteste deutsche Künstler in den Staaten ist und seine Motive allenthalben in Filmen als Bildzitate auftauchen (ich denke an „Gone with the Wind“ und „Maleficent“), ist die Romantik keine exklusiv deutsche Epoche, sondern ausgehend von der Hudson River School auch eine herausragende Ära Nordamerikas und als solche tief in der amerikanischen Kunstgeschichte verankert.
Lu Potemka

1
der amerikanische Kunsthistoriker Robert Rosenblum erwähnte in einem persönlichen Gespräch im Jahr 2001, dass er sich erst in den späten 80er Jahren in Frankreich gewahr wurde, dass Hopper eben kein Regionalist, sondern eine echte internationale Größe sei.

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